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Malteser Krankenhaus St. Carolus in Görlitz

500 Besucher beim Notfalltag in Görlitz

8. Görlitzer Notfalltag – Symposium für Notfallmedizin und Rettungskräfte

15.11.2017
Notfallmediziner, Mitarbeiter im Rettungsdienst und Besucher aus den verschiedensten Fachdisziplinen kamen zum 8. Görlitzer Notfalltag.
Dr. med. Uwe Treue, wissenschaftlicher Leiter des Notfalltags, Chefarzt Anästhesie am St. Carolus und selbst Notfallmediziner, begrüßt den vollen Saal.
Zum Faschingsanfang gab es für alle Gäste Pfannkuchen der Café und Konditorei Kretschmer in Görlitz.
Den Abschlussvortrag hielt OA Andreas Kinscher vom Malteser Krankenhaus St. Carolus
Notfallmediziner, Mitarbeiter im Rettungsdienst und Besucher aus den verschiedensten Fachdisziplinen kamen zum 8. Görlitzer Notfalltag.
Notfallmediziner, Mitarbeiter im Rettungsdienst und Besucher aus den verschiedensten Fachdisziplinen kamen zum 8. Görlitzer Notfalltag.
Dr. med. Uwe Treue, wissenschaftlicher Leiter des Notfalltags, Chefarzt Anästhesie am St. Carolus und selbst Notfallmediziner, begrüßt den vollen Saal.
Zum Faschingsanfang gab es für alle Gäste Pfannkuchen der Café und Konditorei Kretschmer in Görlitz.
Den Abschlussvortrag hielt OA Andreas Kinscher vom Malteser Krankenhaus St. Carolus
Dr. med. Uwe Treue, wissenschaftlicher Leiter des Notfalltags, Chefarzt Anästhesie am St. Carolus und selbst Notfallmediziner, begrüßt den vollen Saal.
Notfallmediziner, Mitarbeiter im Rettungsdienst und Besucher aus den verschiedensten Fachdisziplinen kamen zum 8. Görlitzer Notfalltag.
Dr. med. Uwe Treue, wissenschaftlicher Leiter des Notfalltags, Chefarzt Anästhesie am St. Carolus und selbst Notfallmediziner, begrüßt den vollen Saal.
Zum Faschingsanfang gab es für alle Gäste Pfannkuchen der Café und Konditorei Kretschmer in Görlitz.
Den Abschlussvortrag hielt OA Andreas Kinscher vom Malteser Krankenhaus St. Carolus
Zum Faschingsanfang gab es für alle Gäste Pfannkuchen der Café und Konditorei Kretschmer in Görlitz.
Notfallmediziner, Mitarbeiter im Rettungsdienst und Besucher aus den verschiedensten Fachdisziplinen kamen zum 8. Görlitzer Notfalltag.
Dr. med. Uwe Treue, wissenschaftlicher Leiter des Notfalltags, Chefarzt Anästhesie am St. Carolus und selbst Notfallmediziner, begrüßt den vollen Saal.
Zum Faschingsanfang gab es für alle Gäste Pfannkuchen der Café und Konditorei Kretschmer in Görlitz.
Den Abschlussvortrag hielt OA Andreas Kinscher vom Malteser Krankenhaus St. Carolus
Den Abschlussvortrag hielt OA Andreas Kinscher vom Malteser Krankenhaus St. Carolus
Notfallmediziner, Mitarbeiter im Rettungsdienst und Besucher aus den verschiedensten Fachdisziplinen kamen zum 8. Görlitzer Notfalltag.
Dr. med. Uwe Treue, wissenschaftlicher Leiter des Notfalltags, Chefarzt Anästhesie am St. Carolus und selbst Notfallmediziner, begrüßt den vollen Saal.
Zum Faschingsanfang gab es für alle Gäste Pfannkuchen der Café und Konditorei Kretschmer in Görlitz.
Den Abschlussvortrag hielt OA Andreas Kinscher vom Malteser Krankenhaus St. Carolus

In der Landskron Kulturbrauerei war jeder der 500 Stühle belegt, als am 11.11.2017 zum bereits 8. Mal unter der Leitung von Chefarzt Dr. med. Uwe Treue vom Malteser Krankenhaus St. Carolus der Görlitzer Notfalltag eröffnet wurde. Bei den regional und überregional ansässigen Notfallmedizinern, Mitarbeitern im Rettungsdienst und anderen Fachrichtungen stieß die Traditionsveranstaltung erneut auf starkes Interesse. „Ich bin überwältigt von dem großen Interesse am Notfalltag“, erklärte Dr. Uwe Treue, das starke Fachinteresse. Mehr als 100 Ärzte waren unter den Teilnehmern.

Auch in diesem Jahr konnten neun hervorragende Referenten gewonnen werden. Unter den deutschlandweit Angereisten waren Notfallmediziner, Anästhesisten, ein Neurologe, ein Fachanwalt für Medizinrecht, eine Rechtsmedizinerin und auch ein Koordinator von Organtransplantationen. Einige Referenten nutzen das Symposium für einen erstmaligen Görlitz Besuch und kamen ins schwärmen. Ein erneuter Besuch sei fest eingeplant, erzählten sie Dr. Treue.

Der Fokus der Vorträge lag auf der Vielschichtigkeit der Notfallmedizin, die bei Einsätzen vom Einzelnen nicht selten Entscheidungen unter Extrembedingungen erfordert. So war es der Fall beim Zugunglück von Bad Aibling, als im Februar 2016 zwei Personenzüge frontal aufeinander stießen. Dr. Michael Riffelmacher, Chefarzt Anästhesie in der Schön Klinik, Bad Aibling, berichtete von dieser außerklinischen Not-  und Extremsituation für alle Einsatzkräfte. „Keine Übung oder Training kann eine solche Situation üben“, sagte der damalige Einsatzleiter.
Die Evakuierung nach einem Bombenfund in Halle/Saale im Jahr 2015 wurde lebhaft von Dr. med. Karsten zur Nieden geschildert. Als auf dem Gelände der Notaufnahme des St. Elisabeth Krankenhaus bei Bauarbeiten eine Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden wurde, war er im Krisenstab. Zusammen mit Einsatzkräfte der Feuerwehr, der Rettungsdienste u. a. wurde innerhalb von sechs Stunden im Radius von 800m um den Fundort eine Evakuierungsaktion für 20.000 Menschen eingeleitet, darunter auch alle Patienten des St. Elisabeth, die zur Nieden im Schwerpunkt mitkoordinierte.

Jeden Tag sterben in Deutschland 500 Menschen am plötzlichen Herztod. Achim Hackstein, Leiter der Rettungsleitstelle in Harrislee, berichtete, wie mittels strukturierter Notrufabfrage und einer Reanimationsanleitung per Telefon Erstmaßnahmen das Leben derer retten können, die vom plötzlichen Herz- Kreislaufstillstand betroffen sind: „CPR verdoppelt die Ergebnisse des Überlebens, denn während der Zeit bis der Rettungsdienst eintrifft, können bereits Erste Hilfe Maßnahmen begonnen werden.“ Wer haftet für Fehler im Notfall- und Rettungsdienst? Wie Schadensersatzansprüche bei Notfalleinsätzen abgewehrt werden können und wer Rettungseinsätze bezahlt, erklärte der Fachanwalt für Medizinrecht Dr. Mike Peters.

Beim Notfalltag geht es selten nur ernst zu. Mit der Schilderung einer (chaotischen) Rettungsaktion während eines Kongresses in Oberwiesenthal bei dem 48 leitende Notärzte anwesend waren,  brachte Dr. Michael Burkhardt das Publikum zu Lachsalven. Einen Höhepunkt, wenn auch ernsten, bildete der Vortrag von Prof. Dr. Christine Erfurt. Ihre Erfahrungen als Rechtsmedizinerin sollten Rettungskräften und Notärzten helfen, mit dem Thema „Häusliche Gewalt“ umgehen zu lernen. Dabei verwies sie auf die Wichtigkeit der medizinischen Dokumentaion und zeigte sehr anschaulich, wie wichtig diese für eine spätere Nachverfolgung von möglichen Straftatbeständen ist.

Unter den Referenten waren auch der Leiter des innerklinischen Notfallmanagements am Malteser Krankenhaus St. Carolus, Oberarzt und Anästhesist Andreas Kinscher, der über die Schwierigkeit des Atemwegsmanagements im Notfall berichtete. Bereits zum dritten Mal sprach der Chefarzt der Klinik für Neurologie am Städtischen Klinikum, Dr. med. Kersten Guthke, über das Thema „Schlaganfall im Rettungsdienst“.

In diesem Jahr bot die Veranstaltung auch den Rahmen für ein besondere Würdigung der Arbeit der Rettungsdienste. Zur Eröffnung überreichten Familienangehörige des im Januar 2017 plötzlich verstorbenen Geschäftsführers der Landskron Braumanufaktur, Manfred ten Bosch, einen Spendenscheck über 5.000 EUR an die Geschäftsführung des ASB Regionalverband Zittau-Görlitz für den Kauf von Rettungsphantomen (Übungspuppen für den Rettungsdienst).
Der 1. Görlitzer Notfalltag fand im November 2003 statt.

„Wir traten an, um der Notfallmedizin und dem Rettungsdienst in Ostsachsen eine Fortbildungsveranstaltung zu geben und den Aktiven auf diesem Gebiet eine Möglichkeit zum unkomplizierten Erfahrungsaustausch zu bieten“, erklärt Dr. Uwe Treue. Allen Interessierten empfiehlt er, sich schon einmal den 9. Görlitzer Notfalltag am 23.11.2019 vorzumerken.

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