Navigation
Malteser Krankenhaus St. Carolus in Görlitz

In-Situ Venenbypass - die neue Operationsmethode bei Durchblutungsstörungen

Am Görlitzer Malteser Krankenhaus St. Carolus wird der „in situ“ Venenbypass als neue Operationsmethode erfolgreich bei Durchblutungsstörungen in den Beinen angewandt.

Ab dem 65. Lebensjahr hat jeder fünfte Mensch in Deutschland eine manifeste Durchblutungsstörung in den Beinen, die sogenannte periphere arterielle Verschlusskrankheit (pAVK).

Diese Krankheit bedeutet nicht nur die Gefährdung der betroffenen Extremität, sondern die betroffenen Patienten weisen auch ein hohes allgemeines Risiko auf. Bei langstreckigen arteriellen Veränderungen mit kritischer Minderdurchblutung (Ischämie) ist der Unterschenkelbypass die Therapie der Wahl. Dafür kann die Vene vom Unterschenkel bis zur Leiste herauspräpariert, gedreht und als Ersatz für die Arterie implantiert werden.

Beim „in situ“ Venenbypass wird die Vene in ihrem Bett belassen. Die Venenklappen werden mit einem so genannten Valvulotom zerstört und die Seitenäste des Blutgefäßes unterbunden. Der Vorteil dabei ist, dass die Verjüngung der Vene der natürlichen Form der stillgelegten Arterie entspricht und sie so besser angeschlossen werden kann. Zum Zerschneiden der Venenklappen benutzen die Gefäßchirurgen des Malteser Krankenhauses St. Carolus ein Valvulotom einer amerikanischen Firma, die sich auf die Herstellung von Gefäßmedizintechnik spezialisiert hat. Die kleinen Messer dieses Geräts passen sich aufgrund ihrer raffinierten Konstruktion dem Durchmesser der Vene an, sodass eine Verletzung der inneren Schicht des Gefäßes, des Endothels, verhindert wird.

Nils Walther, Chefarzt der Abteilung Chirurgie am Görlitzer Malteser Krankenhaus St. Carolus, Facharzt für Allgemein- und für Gefäßchirurgie, hat diese Operationsmethode im Jahr 2003 in Berlin erlernt. Auf einem Kongress lernte er Dr. George D. Le Maitre, den Entwickler des „in situ“ Venenbypass, persönlich kennen. „Seit Schaffung der technischen Voraussetzungen im Malteser Krankenhaus St. Carolus können wir nun eine weitere moderne Behandlungsmethode in der Gefäßmedizin anbieten“, sagt Nils Walther. „In den vergangenen Monaten haben wir bereits mehrere Patienten erfolgreich auf diese Weise behandelt.“ 

Mehr über die Gefäßchirurgie am St. Carolus

Ihr Ansprechpartner

Nils Walther
Nils Walther Chefarzt Facharzt für Chirurgie und Gefäßchirurgie
Sekretariat
Juanita Herold
Telefon: 03581 72-1102
Fax: 03581 72-1103
E-Mail