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Malteser Krankenhaus St. Carolus in Görlitz

Diabetologie

Die Abteilung für Innere Medizin verfügt über eine anerkannte Behandlungseinrichtung für Diabetes Typ 2 der Deutschen Diabetes Gesellschaft (DDG).

Ein interdisziplinäres Team aus Ärzten, Diabetesassistentinnen und -beraterinnen, Krankenschwestern und -pflegern wählen eine auf den Diabetiker abgestimmte Therapieform. Es erfolgen intensive Schulungen nach strukturierten Programmen, um den alltäglichen Umgang mit der Erkrankung meistern zu können.

Auch in allen anderen Fachbereichen werden Typ 1- und Typ 2-Diabetiker durch das Diabetesteam behandelt und beraten.

Als Diabetes wird eine Gruppe von Stoffwechselerkrankungen bezeichnet, die allesamt zu erhöhten Blutzuckerwerten (Hyperglykämie) führen. Der Blutzucker liegt laut den Leitlinien der Deutschen Diabetes Gesellschaft normalerweise nüchtern unter 5,6 mmol/l. Er steigt nach dem Essen auf maximal 7,8 mmol/l an. Werte darüber zeigen in der Regel einen Diabetes an.

Es gibt zwei wesentliche Formen des Diabetes:

Typ-1-Diabetes entsteht durch einen Mangel an Insulin. Körpereigene Abwehrstoffe (Antikörper) zerstören die Insulin produzierenden Zellen der Bauchspeicheldrüse. Insulin regelt zusammen  mit anderen Hormonen die Blutzuckerkonzentration, und ist in diesem Regelkreis, das einzige Hormon, das den Blutzuckerspiegel senken kann.

Typ-2-Diabetes entsteht zum einen durch eine verminderte Empfindlichkeit der Körperzellen für Insulin (s.o.), der Insulinresistenz. Zum anderen führt eine jahrelange Überproduktion von Insulin zu einer "Erschöpfung" der Insulin produzierenden Zellen.

Über 90 Prozent der geschätzten sieben bis acht Millionen Diabetiker in Deutschland leiden unter Typ-2-Diabetes, nur fünf Prozent unter Typ-1-Diabetes.

Typ-2-Diabetes ist in den meisten Fällen die Folge von falscher Ernährung, und in Kombination mit entsprechender Veranlagung Übergewicht und mangelnde Bewegung.

Hohe Blutzuckerwerte bei langjährigem Diabetes mellitus können zu schwerwiegenden Folgeerkrankungen, vorwiegend an Augen, Nieren, Füßen, Nervensystem, Herz, Gehirn und Gefäßen führen.

Weitere, seltenere Formen des Diabetes sind: Schwangerschaftsdiabetes und Sekundärer Diabetes (als Folge anderer Erkrankungen wie z.B. der Schilddrüse oder der Bauchspeicheldrüse).

Symptome

  • häufiges Wasserlassen
  • vermehrter Durst
  • geringer Appetit und Gewichtsverlust
  • Abgeschlagenheit, Müdigkeit und Kraftlosigkeit
  • Heißhungerattacken, besonders zu Beginn der Krankheit
  • allgemeine Infektanfälligkeit
    (vor allem Harnwegsinfekte und Infektionen der Haut)
  • Juckreiz
  • Kopfschmerzen, Schwindel
  • Übelkeit, Erbrechen
  • Sehstörungen
  • Muskelkrämpfe

Diagnostik

  • Messung des Nüchternblutzuckers (Glukose-Konzentration im Blut)
  • Glukosebelastungstest (oraler Glukosetoleranztest, oGTT)

Die Diagnose Diabetes mellitus steht unabhängig von Alter und Geschlecht, wenn an mindestens zwei verschiedenen Tagen erhöhte Blutzuckerwerte gemessen wurden. Wurde die Diagnose Diabetes mellitus gestellt, werden zusätzlich Augenhintergrund, Nieren- und Blutfettwerte, Nerven, Urin, Blutdruck und Füße untersucht, um eventuelle Folgekrankheiten frühzeitig erkennen und behandeln zu können.

Therapie

Typ-1-Diabetes:
Insulingabe

Typ-2-Diabetes:
Die Basis der Therapie ist eine Umstellung der Ernährung und regelmäßige körperliche Bewegung. Ziel ist es, das Gewicht zu normalisieren. Erst wenn diese Maßnahmen nicht helfen, werden blutzuckersenkende Medikamente und später auch Insulin gegeben.

Sekundärer Diabetes:
Beim sekundären Diabetes wird die zugrunde liegende Erkrankung behandelt. Wird die Ursache des Diabetes geheilt, reguliert sich der Blutzucker meist von alleine.

Schwangerschaftsdiabetes
Therapiert wird über eine Ernährungsumstellung. Bringt diese keinen ausreichenden Erfolg, wird mit Insulin behandelt.

Hilfe zur Selbsthilfe: Diabetes Schulungszentrum
Bei keiner anderen Erkrankung kann man selbst aktiv den Verlauf so positiv beeinflussen wie beim Diabetes. Schulungen sind hierfür eine wichtige Voraussetzung. In unserem Schulungszentrum werden stationäre Schulungen von Patienten mit Diabetes Typ-1 und Typ-2 nach den Richtlinien der Deutschen Diabetesgesellschaft durchgeführt.

Vorbeugung

Diabetes Typ-2 lässt sich - im Gegensatz zum Typ-1 - durch eine gesunde  Ernährung und ausreichend Bewegung sehr gut vorbeugen. 

Ihre Ansprechpartner

Beate Mayer
Diabetesberaterin DDG
Tel. (03581) 72-1078
Ihre Nachricht an
Beate Mayer


Karen Wanke
Diabetesassistentin DDG
Tel. (03581) 72-1078
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Karen Wanke


Anerkannte Einrichtung

Logo und Zertifkat der Deutschen Diabetes Gesellschaft

Wir sind eine anerkannte Behandlungseinrichtung für Diabetes Typ 2 der Deutschen Diabetes Gesellschaft (DDG).