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Malteser Krankenhaus St. Carolus in Görlitz
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Das Beckenbodenzentrum der Krankenhäuser in Görlitz und Kamenz wurde zertifiziert. Der Patient steht im Mittelpunkt.

Kooperation bei Tabu-Thema

Das interdisziplinäre Kontinenz- und Beckenbodenzentrum der Malteser Krankenhäuser St. Carolus in Görlitz und St. Johannes in Kamenz ist jetzt von der Deutschen Kontinenz Gesellschaft zertifiziert worden. Damit wurde die hohe Qualität des Zentrums bestätigt. Es ist das erste zertifizierte Kontinenz- und Beckenbodenzentrum in der Region.
 
Mehrere Millionen Menschen in Deutschland sind von Beckenbodenschwäche, Harn- und Stuhlinkontinenz oder anderen Erkrankungen im kleinen Becken betroffen. Obwohl diese Krankheitsbilder oft zu erheblichen Einschränkungen der Lebensqualität führen, sind sie für viele Frauen und Männer immer noch ein Tabuthema. Um Betroffenen in der Region eine wohnortnahe Versorgung in hoher Qualität bieten zu können, hatten die Malteser Krankenhäuser St. Carolus in Görlitz und St. Johannes in Kamenz bereits 2015 ein interdisziplinäres Beckenbodenzentrum gegründet. Seitdem haben sie zusätzlich 65 000 Euro in spezielle Technik zur Behandlung von Erkrankungen des Beckenbodens investiert. Im Februar ist dieser Verbund als „Kontinenz- und Beckenbodenzentrum Görlitz-Kamenz“ von der Deutschen Kontinenz Gesellschaft zertifiziert und damit in den Kreis der deutschlandweit 75 zertifizierten Kontinenz- und Beckenbodenzentren aufgenommen worden. Damit wurde die hohe Qualität der Behandlung von Erkrankungen des Beckenbodens in Görlitz und Kamenz bestätigt. 

Alles aus einer Hand

Logo Zertifikat Kontinenz- und Beckenbodenzentrum

Das Kontinenz- und Beckenbodenzentrum Görlitz–Kamenz ist
durch die Deutsche Kontinenz Gesellschaft e. V. zertifiziert worden.

Im Kontinenz- und Beckenbodenzentrum Görlitz-Kamenz arbeiten subspezialisierte Fachärzte aus beiden Kliniken. Gynäkologen, Urologen, Chirurgen und Palliativmediziner aus Görlitz und Kamenz bieten eine ganzheitliche, fachübergreifende Diagnostik und Therapie an – abgestimmt, vernetzt und aus einer Hand. Betroffene können sich an beiden Klinikstandorten untersuchen lassen. Das Zentrum arbeitet eng mit spezialisierten Physiotherapeutinnen und Pflegekräften zusammen. Bei Bedarf werden weitere ärztliche Partner wie Radiologen oder Gastroenterologen hinzugezogen. Mit zahlreichen Arztpraxen der Region steht das Kontinenz- und Beckenbodenzentrum in ständiger Verbindung.

„Gemeinsam loten wir aus, was mit Medikamenten und Physiotherapie möglich ist“, sagt Dr. med. Andreas Lammert, Chefarzt der Urologie am Malteser Krankenhaus St. Carolus und Leiter des Zentrums. „Ist eine Operation nötig, sind Methoden der minimalinvasiven Beckenbodenchirurgie schonender und weniger belastend als konventionelle Techniken.“ Das Beckenbodenzentrum ermöglicht, die Erkrankungen bestmöglich, nach dem neuesten Stand der Wissenschaften, zu behandeln und Funktionsstörungen vorzubeugen. Damit kann oft ein wichtiges Stück an Lebensqualität zurückgewonnen werden. 

Großer Bedarf in der Region für die Leistungen eines Beckenbodenzentrums

Die Deutsche Kontinenz Gesellschaft setzt sich seit vielen Jahren bundesweit für die Gründung von Beckenbodenzentren ein, um Erkrankungen des Beckenbodens aus der Tabuzone zu holen. Die Malteser Krankenhäuser St. Carolus und St. Johannes haben diese Idee aufgegriffen, weil der Bedarf dafür in der Region sehr groß ist. Das Malteser Kontinenz- und Beckenbodenzentrum Kamenz-Görlitz ist neben dem in Pirna das zweite von der Deutschen Kontinenz Gesellschaft zertifizierte Zentrum in Ostsachsen.

Text: Ines Eifler, SZ-Kamenz 28.02.2017