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Malteser Krankenhaus St. Carolus in Görlitz

Tumorerkrankungen der Harnblase

Entfernung oberflächlicher Harnblasentumore

Oberflächliche Harnblasentumore können meistens endoskopisch komplett entfernt werden, also mit einem Instrument durch die Harnröhre (Transurethrale Resektion). Dies hat den Vorteil, dass Sie keine große Operationsnarbe haben und die Operation sehr schonend ist.

Sie können also nach wenigen Tagen wieder nach Hause gehen und müssen keine langen Genesungszeiten in Kauf nehmen. Gelegentlich muss nach 6 Wochen eine Wiederholungsoperation der gleichen Art stattfinden, um sicher zu gehen, dass der Tumor ohne Restbestände komplett entfernt worden ist.

In den folgenden Jahren müssen Sie dann aber regelmäßig eine Blasenspiegelung vornehmen lassen, um einen eventuell neu auftretenden Tumor frühzeitig erkennen und entfernen zu können.

Neoblase - die neue Harnblase

Anterior view of female urinary tract showing total cystectomy with incontinent urinary diversion SOURCE: Pickup from 60549A
Composite of 116475 and 116659, took out sectioned kidney, elements from 60550A_1
Original is Exit Writer 116663 Urethritis

Wenn Sie unter einer Tumorerkrankung leiden, die auch die tieferen Schichten der Harnblase durchdringen, ist die komplette Entfernung der Harnblase dringend notwendig, die transurethrale Ausresektion kann den Tumor nicht mehr komplett entfernen. Nach weiteren Untersuchungen, die zum Beispiel feststellen, ob Metastasen andere Organe oder das umliegende Gewebe befallen haben, stellen Ihre behandelnden Ärzte fest, wie der Urin nach der Blasenentfernung abgeleitet wird. Eine Möglichkeit besteht darin, aus Dünndarmgewebe eine Blase zu bilden („Ersatzblase").

Die neue Blase kann mitunter wieder an die Harnröhre angeschlossen werden („Neoblase“), oder sie wird nach außen abgeleitet („Conduit“). Diese Möglichkeiten hängen von der Tumorausbreitung, der Nierenfunktion und weiteren Faktoren ab. Ihr behandelnder Urologe wird Ihnen diese Varianten erläutern und Ihnen die für Sie optimale Methode vorschlagen.

Ihr Ansprechpartner

Dr. med. Andreas Lammert
Dr. med. Andreas Lammert Chefarzt Facharzt für Urologie und
Medikamentöse Tumortherapie
Sekretariat
Birgit Serve
Telefon: (03581) 72-1202
Fax: (03581) 72-1203