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Malteser Krankenhaus St. Carolus in Görlitz

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Carolus Krankenhaus spannt Hilfenetz für Ukrainer in Görlitz

St. Carolus Krankenhaus und der Förderkreis organisieren Erste-Hilfe für Ukrainer in Görlitz und unterstützen die Zgorzelecer Partnergemeinde Myrgorod (UA) mit Medizin-Equipment

Görlitz. Das St. Carolus Krankenhaus hat vor vier Wochen gemeinsam mit dem Förderkreis des Krankenhauses eine großangelegte Hilfsaktion gestartet. Die Initiatoren hatten die Unterstützung von Vertriebenen aus der Ukraine vor Ort in Görlitz zum Ziel und sind parallel einem Aufruf des Görlitzer OB Octavian Ursu gefolgt, die ukrainische Partnerstadt von Zgorzelec – Myrgorod - mit medizinischen Hilfslieferungen zu unterstützen. Im Beisein vom Görlitzer Oberbürgermeister Octavian Ursu und dem Zgorzelecer Oberbürgermeister Rafał Gronicz übergab Daniela Kleeberg, die Standortleiterin des St. Carolus Krankenhaus, am 05.04.2022, eine große Palette Schmerzmedikamente und Verbandsmaterial im Wert von 5.000 EUR zum Weitertransport in die Ukraine. 3.000 EUR hatte das Krankenhaus St. Carolus für den Kauf von Verbandsmaterial gespendet, weitere 2.000 EUR kamen direkt vom Förderkreis für den Kauf von Schmerzmedikamenten.

 

„Ich freue mich darüber, dass wir mit dieser Spende ganz konkret Menschen in Not in der Ukraine helfen und bedanke mich bei allen Spendern sowie beim Vorstand des Förderkreises für die Initiative und Organisation der Spendenaktion“, so Daniela Kleeberg bei der Übergabe der Großspende im Foyer des St. Carolus. Gemeinsam mit dem Seelsorger Diakon Bernd Schmuck, der katholischen Gemeinde Hl. Wenzel und vielen weiteren Mitstreitern sei es in Görlitz gelungen, ein Netz der Hilfe zu weben, mit dem wir den Ukrainern in unserer Stadt eine Erste Hilfe anbieten können.“
„Ein sehr guter Zeitpunkt, sei die heutige Spendenübergabe“, sagt der Zgorzelecer Bürgermeister Rafał Gronicz. Er berichtet, wie das Krankenhaus in Myrgorod derzeit Kriegsverwundete behandelt und dabei wenig bis gar keine medizinische Ausrüstung zur Verfügung hat, um Operationen durchzuführen. In diesen Tagen werde ein neuer Hilfstransport vorbereitet, der von Zgorzelec aus startet- Ein großer Truck, der die Hilfsgüter in der kommenden Woche nach Myrgorod bringen wird. Erst gestern kam ein Hilfstransport mit Medizin und finanzieller Hilfe aus Avion, der französischen Partnerstadt und weitere Hilfen werden aus der Schweiz erwartet. 
Insgesamt wurden bis dato 7.350,00 EUR an Hilfsgeldern inklusive weiterer privater Spenden durch den Förderkreis des St. Carolus Krankenhauses eingeworben, viele ehrenamtliche Hilfestellungen wurden parallel initiiert. „Unser Ziel ist es, den ankommenden Menschen hier bei uns durch erste Hilfen eine Brücke zu bauen und die Vernetzung von individuellen Hilfsangeboten zu fördern“, sagt Diakon Bernd Schmuck, der für Krankenhaus und Förderkreis die Koordination der Hilfsaktion übernommen hat. So werden von den Hilfsgeldern Hilfsmaßnahmen für Mütter mit kranken Kindern, bzw. Kindern mit einer Behinderung und Säuglingen, finanziell unterstützt. Die Durchführung von Deutschkursen in der Katholischen Pfarrgemeinde Hl. Wenzel wurde durch den Förderkreis materiell unterstützt. „Fünfzehn ehrenamtliche Lehrkräfte unterrichten derzeit mehrfach in der Woche an drei Kirchorten der Gemeinde etwa 60 Ukrainer in der deutschen Sprache“, berichtet Bernd Schmuck. Geplant sind weiter die Nachhilfe und Integrationshilfe für Schüler vor und während der Schulaufnahme.
Im Rahmen der finanziellen Ersthilfe des Förderkreises konnten bis heute für ankommende Ukrainer Gutscheine für Lebensmittel, Bekleidung und Drogerieartikel im Wert von 2.500 € an über 70 vertriebene Ukrainer und ihre Familien überreicht werden.
Das St. Carolus Krankenhaus bietet weiterhin mehreren ukrainischen Familien eine Unterkunft im Gästehaus St. Bernhard. Menschen auf der Durchreise wurden und werden ebenfalls unterstützt. Die ambulante und stationäre medizinische Behandlung von zahlreichen Ukrainern auf den Stationen des St. Carolus Krankenhaus erfolgt seit längerem. In der Notfallambulanz und seit neuestem in einer Hausarztsprechstunde für Ukrainer im Medizinischen Versorgungszentrum wird die medizinische Hilfe sehr gut angenommen.  „Es muss alles geordnet zugehen, sonst entsteht nur Chaos“, sagt OB Ursu. Er sieht einen großen Wert in organisierten private Initiativen, wie dem Netzwerk rund um das St. Carolus Krankenhaus, und hofft, dass sie noch länger gemeinsam durchhalten.
Gemeinsam waren es dann auch die Oberbürgermeister, der Ärztliche Direktor, Standortleitung und Geschäftsführer, die die Hilfslieferung in den Autos der Gäste verstauten.

Bildunterschrift: (1)OB Octavian Ursu, Bürgermeister Zgorzelec Rafał Gronicz, Standortleiterin Daniela Kleeberg, Ivan Ivanow, ukrainischer Arzt im St. Carolus Krankenhaus, (2) 2.v.r. Chefarzt Dr. Lammert, Ärztlicher Direktor des St. Carolus Krankenhaus, 3.v.r. Lutz Möller, Geschäftsführer, (3) alle packen an, um die Hilfslieferung für den Transport nach Zgorzelec zu verstauen.

 

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