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Malteser Krankenhaus St. Carolus in Görlitz

Fünf Jahre Malteser Lungenzentrum Görlitz

22.02.2018
Bei der video-assistierten thoraskopischen Lobektomie (VATS-Lobektomie) entfernt der Thoraxchirurg eine krankheitstragende Lungeneinheit minimalinvasiv. Zuvor hatte OA Dawid Gocał mittels Bronchoskopie eine Diagnose erstellt. (Fotos: Malteser/Stephanie Hänsch)
Bei der video-assistierten thoraskopischen Lobektomie (VATS-Lobektomie) entfernt der Thoraxchirurg eine krankheitstragende Lungeneinheit minimalinvasiv. Zuvor hatte OA Dawid Gocał mittels Bronchoskopie eine Diagnose erstellt. (Fotos: Malteser/Stephanie Hänsch)

Am Malteser Krankenhaus St. Carolus jährt sich in diesem Jahr zum 5. Mal die Gründung des interdisziplinären Lungenzentrums. Spezialisten aus der Chirurgie und der Inneren Medizin arbeiten hier Hand in Hand.

Die Leitung des Lungenzentrums besteht aus dem Pneumologen Oberarzt Dawid Gocał, dem Chefarzt der Inneren Medizin Dr. med. Jörg Lubrich und dem Thoraxchirurgen John Mantas. Nach Schaffung der technischen Voraussetzungen vor fünf Jahren bieten die Malteser damit am Standort Görlitz die komplette, wohnortnahe und hochspezialisierte Versorgung von Lungenerkrankungen an. Kein Görlitzer muss zur Behandlung dieser Krankheiten die Stadt verlassen.

„Die Medizin muß vor Ort sein“, sagt Dawid Gocał, ärztlicher Leiter des Lungenzentrums. Als Spezialist für Lungenerkrankungen schätzt er das große Spektrum der Behandlungsmöglichkeiten im St. Carolus: „In dieser kompakten kleinen Einrichtung ist die komplette pneumologische Diagnostik und Therapie vor Ort vorhanden.“ Der Oberarzt arbeitet eng mit dem Ärztlichen Leiter der Thoraxchirurgie John Mantas zusammen. „Wir treffen uns fünfmal am Tag, um Fälle und das Vorgehen zu besprechen“, beschreibt Gocał den intensiven täglichen Austausch der beiden Fachärzte. Die interdisziplinäre Zusammenarbeit auf einer Station ermöglicht beiden eine effiziente Abstimmung und die Bündelung von Maßnahmen. Davon profitieren die Patienten. „Wenn mittels eines konservativen Verfahrens, wie der Bronchoskopie, eine Lungenerkrankung nicht diagnostiziert wird, dann kann ich beispielweise eine thoraxchirurgisch-diagnostische Operation, z. B. eine Brustkorbspiegelung zur Lungen- und Lymphknotenprobenentnahme oder eine Biopsie an der offenen Lunge direkt einleiten“, erklärt der Thoraxchirurg John Mantas.

Für die intensive Betreuung der Patienten vor Ort baut Dawid Gocał auf die gute Zusammenarbeit im Haus und mit den niedergelassenen Ärzten, wie Onkologen und Radiologen. Bei einem krankhaften Befund sei Zeit ein wichtiger Faktor und die Zusammenarbeit der Fachgruppen eine sensible Schnittstelle für die Weiterbehandlung der Patienten. „Unsere größte Stärke ist die pneumologische und thoraxchirurgische Kompetenz vor Ort sowie die Möglichkeit auf kurzem und direktem Weg eng mit Onkologen und Radiologen in der Region zusammenzuarbeiten.“

Seit fünf Jahren werden am Malteser Krankenhaus in Görlitz Patienten mit Lungenerkrankungen ohne notwendige Überbrückung räumlicher Distanz, vor Ort behandelt - diagnostisch und operativ. Dafür wurde seit Eröffnung des Lungenzentrums, Ende 2013, nachhaltig investiert.