Navigation
Malteser Krankenhaus St. Carolus in Görlitz

„Wir führen die Chirurgie am St. Carolus weiter!“ - der neue Chefarzt im Interview

Interview mit dem neuen Chefarzt der Chirurgischen Klinik im Malteser Krankenhaus

12.04.2019
Chefarzt Dr. med. Ulrich Matthias Karutz. Der 62-Jährige ist Facharzt Chirurgie, Gefäß- und Viszeralchirurgie und als Proktologe spezialisiert auf die Erkrankungen des Enddarms und die Beckenbodenchirurgie.
Weiterbildung erwünscht: Chefarzt Dr. Karutz besitzt eine Weiterbildungsbefugnis für Viszeralchirurgie und die Zusatzweiterbildung: Proktologie und gibt sein Wissen, wie hier im  Operationssaal bei einer Hernien-OP, täglich an Nachwuchschirurgen (re.) weiter. (Fotos: Stephanie Hänsch)
Chefarzt Dr. med. Ulrich Matthias Karutz. Der 62-Jährige ist Facharzt Chirurgie, Gefäß- und Viszeralchirurgie und als Proktologe spezialisiert auf die Erkrankungen des Enddarms und die Beckenbodenchirurgie.
Chefarzt Dr. med. Ulrich Matthias Karutz. Der 62-Jährige ist Facharzt Chirurgie, Gefäß- und Viszeralchirurgie und als Proktologe spezialisiert auf die Erkrankungen des Enddarms und die Beckenbodenchirurgie.
Weiterbildung erwünscht: Chefarzt Dr. Karutz besitzt eine Weiterbildungsbefugnis für Viszeralchirurgie und die Zusatzweiterbildung: Proktologie und gibt sein Wissen, wie hier im  Operationssaal bei einer Hernien-OP, täglich an Nachwuchschirurgen (re.) weiter. (Fotos: Stephanie Hänsch)
Weiterbildung erwünscht: Chefarzt Dr. Karutz besitzt eine Weiterbildungsbefugnis für Viszeralchirurgie und die Zusatzweiterbildung: Proktologie und gibt sein Wissen, wie hier im Operationssaal bei einer Hernien-OP, täglich an Nachwuchschirurgen (re.) weiter. (Fotos: Stephanie Hänsch)

Seit dem 01. April 2019 leitet Dr. med. Ulrich Matthias Karutz die Klinik für Allgemein-, Viszeral-, Gefäßchirurgie am Malteser Krankenhaus St. Carolus. Der neue Chefarzt der Chirurgischen Klinik spricht über die Herausforderungen in seiner neuen Funktion. Er beschreibt im Interview das Leistungsspektrum und Potential der Chirurgischen Klinik, die neuen Strukturen. Besonderen Wert legt er auf die besondere Zuwendung der Schwestern, Pfleger und Ärzte zu den Patienten.

Im vergangenen Jahr lief nicht alles rund am St. Carolus. Was war los und wie geht es weiter?
Dr. med. Ulrich Matthias Karutz: Im vergangenen Jahr gab es Dissonanzen bei der Beurteilung der strategischen Entwicklung der Chirurgischen Klinik und des Malteser Krankenhauses St. Carolus insgesamt. Das hat letztendlich dazu geführt, dass leider mehrere Chirurgen das Haus verlassen haben. Dies ist sehr bedauerlich. Inzwischen haben sich die Malteser aber konsequent zum Standort und dem Versorgungsauftrag bekannt. Die neue Geschäftsführung entwickelt gemeinsam und in enger Abstimmung mit der Belegschaft zukunftsfähige Konzepte. Dazu zählen konkrete Projekte und letztendlich finanzielle Zusagen zu deren Umsetzung. In diesem Jahr werden wir Investitionen von über 500.000 EUR im Malteser Krankenhaus St. Carolus realisieren können. Dabei investieren wir hauptsächliche in die Ultraschalltechnik und die Ausstattung des Operations-Saals. Wir führen die Chirurgie am St. Carolus weiter und schauen jetzt positiv in die Zukunft.

Stellen Sie auch wieder Personal ein?
Karutz: Unser Hauptaugenmerk in der Chirurgie liegt derzeit in der Qualität der medizinischen Leistungen. Obwohl wir im Augenblick weniger Ärzte beschäftigen, gelingt es uns, in allen Hauptspielorten unseres Bereiches eine weiterhin hohe medizinische Qualität abzusichern. Dazu gehören Bereitschaftsdienste, die Stationsarbeit, die Tätigkeit im Operationssaal, chirurgische Sprechstunden und die Notfallambulanz. Die hohe Leistungsbereitschaft unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sichert dies ab. Das ist eine ganz großartige Teamleistung! Wir werden nun neue qualifizierte Kollegen einstellen, damit wir die Qualität dauerhaft absichern. Dazu sind wir bereits in Gesprächen mit guten chirurgischen Fachärzten. Anfang Mai werden zwei neue Kollegen kommen. Sie sind Fachärzte und werden Oberarztstellen besetzen. Mit weiteren drei ärztlichen Kollegen sind wir im Gespräch. Sie werden voraussichtlich im Verlauf dieses Jahres eingestellt.

Werden Sie das Behandlungsspektrum am Malteser Krankenhaus einschränken?
Karutz:
Wir werden das bisherige Spektrum meines Vorgängers in der chirurgischen Klinik des Malteser Krankenhaus St. Carolus im Wesentlichen weiterführen. Das betrifft gefäßchirurgische Operationen, die Spezialisierung auf den diabetischen Fuß, Operationen am Mast- und Dickdarm und insbesondere auch die Spiegelung des Bauchraums. Verstärkt werden wir uns der Therapie von Enddarmerkrankungen zuwenden. Abhängig von den Fähigkeiten der neu einzustellenden Kollegen, werden wir vermutlich auch noch neue Behandlungsfelder erschließen.

Wie soll ein Darmkrebszentrum aussehen?
Karutz:
Wir denken über neue Strukturen nach. Einerseits soll ein Organzentrum entstehen. Aber gleichzeitig wollen wir auch neue Formen der Zusammenarbeit zwischen der Viszeralchirurgie, d.h. der Bauchraumchirurgie und der Gastroenterologie einführen, also der internistischen Behandlung von Magen- Darmerkrankungen. Das heißt beispielsweise, dass der Patient von beiden Fachspezialisten betreut wird. Das ermöglicht uns, in Abstimmung beider Sparten die Diagnose schneller und effektiver durchzuführen. Die Behandlungskonzepte werden von beiden Kollegen getragen.

Was macht die Arbeit am Malteser Krankenhaus St. Carolus besonders?
Karutz:
Herausheben möchte ich die besondere Atmosphäre des Hauses. Als ausgesprochen angenehm empfinde ich die persönliche Zuwendung zu den Patienten, die insbesondere über unsere Schwestern und Pfleger und über meine ärztlichen Kollegen, aber auch über alle weiteren Dienste im Krankenhaus, dem Patienten seinen Aufenthalt im Haus so angenehm als möglich gestalteten.

Informationen zum Leistungsspektrum der Chirurgie am Malteser Krankenhaus St. Carolus finden Sie hier.