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Malteser Krankenhaus St. Carolus in Görlitz

Gemeinsamer Urologentag in Görlitz

150 Gäste informierten sich über praxisrelevante Neuigkeiten aus der Urologie in der Kulturbrauerei Görlitz.

11.11.2019
Dr. med. B. Ralla, Charite Berlin, Genom- und Netzwerkmedizin
Chefarzt Dr. med. A. Lammert, wissenschaftlicher Leiter des Urologentags
Sven Heise, Krankenhausleitung Malteser Krankenhaus St. Johannes, begrüßt die Gäste des Urologentags 2019
Diakon B. Schmuck, Vorsitzender des Ethikkommitees
Dr. med. R. Hillert, Mikrobiologe, spricht über urologische Infektionen und Antibiotikagabe
Dr. med. B. Ralla, Charite Berlin, Genom- und Netzwerkmedizin
Dr. med. B. Ralla, Charite Berlin, Genom- und Netzwerkmedizin
Chefarzt Dr. med. A. Lammert, wissenschaftlicher Leiter des Urologentags
Sven Heise, Krankenhausleitung Malteser Krankenhaus St. Johannes, begrüßt die Gäste des Urologentags 2019
Diakon B. Schmuck, Vorsitzender des Ethikkommitees
Dr. med. R. Hillert, Mikrobiologe, spricht über urologische Infektionen und Antibiotikagabe
Chefarzt Dr. med. A. Lammert, wissenschaftlicher Leiter des Urologentags
Dr. med. B. Ralla, Charite Berlin, Genom- und Netzwerkmedizin
Chefarzt Dr. med. A. Lammert, wissenschaftlicher Leiter des Urologentags
Sven Heise, Krankenhausleitung Malteser Krankenhaus St. Johannes, begrüßt die Gäste des Urologentags 2019
Diakon B. Schmuck, Vorsitzender des Ethikkommitees
Dr. med. R. Hillert, Mikrobiologe, spricht über urologische Infektionen und Antibiotikagabe
Sven Heise, Krankenhausleitung Malteser Krankenhaus St. Johannes, begrüßt die Gäste des Urologentags 2019
Dr. med. B. Ralla, Charite Berlin, Genom- und Netzwerkmedizin
Chefarzt Dr. med. A. Lammert, wissenschaftlicher Leiter des Urologentags
Sven Heise, Krankenhausleitung Malteser Krankenhaus St. Johannes, begrüßt die Gäste des Urologentags 2019
Diakon B. Schmuck, Vorsitzender des Ethikkommitees
Dr. med. R. Hillert, Mikrobiologe, spricht über urologische Infektionen und Antibiotikagabe
Diakon B. Schmuck, Vorsitzender des Ethikkommitees
Dr. med. B. Ralla, Charite Berlin, Genom- und Netzwerkmedizin
Chefarzt Dr. med. A. Lammert, wissenschaftlicher Leiter des Urologentags
Sven Heise, Krankenhausleitung Malteser Krankenhaus St. Johannes, begrüßt die Gäste des Urologentags 2019
Diakon B. Schmuck, Vorsitzender des Ethikkommitees
Dr. med. R. Hillert, Mikrobiologe, spricht über urologische Infektionen und Antibiotikagabe
Dr. med. R. Hillert, Mikrobiologe, spricht über urologische Infektionen und Antibiotikagabe

Unter der Leitung von Chefarzt Dr. Andreas Lammert vom Malteser Krankenhaus St. Carolus und Dr. Fred Schuster, frisch ernannter Chefarzt der Urologischen Klinik des Städtischen Klinikums in Dresden, fand am vergangenen Samstag das größte urologische Symposium in der Region statt. Zum 14. Gemeinsamen Urologentag kamen über 150 Gäste in die Landskron Kulturbrauerei in Görlitz. In seiner Begrüßungsrede würdigte Sven Heise im Namen der Krankenhausleitung der Malteser Krankenhäuser in Görlitz und Kamenz die hohe Qualität der Veranstaltung und informierte über die aktuelle Situation an den Krankenhäusern St. Carolus und St. Johannes. „Trotz des geplanten Trägerwechsels stehen die Häuser als kompetente medizinische Diensteister gegenwärtig und in Zukunft in der Region zur Verfügung. Die Urologische Fachklinik im Görlitzer St. Carolus Krankenhaus unter der Leitung von Dr. Lammert führt alle Eingriffe von der Kinderurologie bis zur großen Tumorchirurgie durch“, informierte Sven Heise und weiter, „die Vielfalt der Vorträge und der Erkenntnisgewinn senden eindrücklich ein wichtiges Signal an Medizin und Politik: Moderne Medizin profitiert von interdisziplinärer und interklinischer Zusammenarbeit.“ Der Urologentag böte eine hervorragende Plattform für den Austausch von Ärzten und Pflegefachleuten mit Fachkollegen vor Ort, so Heise.

Erkenntnisgewinn für Patienten

„Sächsische Krankenhäuser verzeichnen die niedrigste Antibiotikaverordnung im gesamten Bundesgebiet. Der sinkende Verbrauch und die positive Entwicklung in der Antibiotikaresistenz bei Patienten hängt mit der hervorragenden Arbeit der Hygienefachkräften in den sächsischen Krankenhäusern zusammen“, erklärte der Görlitzer Mikrobiologe Dr. Roger Hillert während des Eröffnungsvortrags beim diesjährigen Urologentags.

Die Urologentage sind medizinisch breit gefächert. Von den Erkenntnissen profitieren am allermeisten die Patienten. Auch in diesem Jahr konnten hervorragende Referenten gewonnen werden. Die Mediziner berichteten in ihren Vorträgen über neueste Behandlungskonzepte und medizinische Leitlinien. Das Themenspektrum reichte von der Mikrobiologie, Kinderurologie, rekonstruktiven OP-Techniken, nervlich bedingter Inkontinenz bis zur Genom- und Netzwerkmedizin. Den Abschluss bildete der Vortrag des Vorsitzenden des Klinischen Ethikkommitees der Malteser Krankenhäuser, Diakon Bernd Schmuck, über Ethische Fallbesprechungen. Diese bieten Ärzten und Angehörigen die Möglichkeit in Behandlungssituationen mit gefühlter Unstimmigkeit – nützt die weitere Behandlung oder schadet sie? – mittels ethischen Fragestellungen nach Handlungsempfehlungen zu suchen.

Ausblick in die netzwerkbasierte Präzisionsonkologie

Einen Ausblick in die Zukunft der Diagnostik und Behandlung von Krebserkrankungen gab der Urologe Dr. Bernhard Ralla von der Charité in Berlin. Er stellte Ergebnisse aus der gemeinsamen Forschung mit Prof. Dr. Schlomm, Direktor der Uniklinik für Urologie an der Charité, zu Genom- und Netzwerkmedizin vor - Studien, in welchen Patienten genetisch analysiert werden, um spezielle Medikamente für die Behandlung von Tumorerkrankungen zu testen. Dr. Ralla erklärte, dass Tumorerkrankungen die DNA und damit die sogenannte Genintegrität verändern. Sein Forscherteam fand heraus, dass es körpereigene Prozesse gibt, die die Genintegrität der DNA wiederherstellen können. Neue spezielle Medikamente können diese Reparaturmechanismen aktivieren. Die sogenannte Präzisionsonkologie baut auf eine große repräsentative Menge an Mitwirkenden, deren Daten mittels Algorithmen und künstlicher Intelligenz innerhalb des Netzwerks ausgewertet und für Therapieempfehlungen herangezogen werden.  

Über die Veranstaltung

Der Gemeinsame Urologentag wird seit 2005 jährlich zweimal alternierend vom Malteser Krankenhaus und dem Städtischen Klinikum Dresden, Standort Dresden-Friedrichstadt unter der Leitung der Chefärzte der Urologischen Kliniken ausgerichtet. Die wissenschaftlichen Leiter arbeiten eng mit der Sächsischen Gesellschaft für Urologie und der Akademie der deutschen Urologen zusammen. Die traditionsreiche Veranstaltung wird von Ärzten verschiedener Fachrichtungen und medizinischem Assistenzpersonal aus sächsischen Krankenhäusern und niedergelassenen Praxen besucht. Die in Fachkreisen etablierte Fachveranstaltung besitzt eine überregionale Wertigkeit im klinischen und außerklinischen Bereich.

(Fotos: Stephanie Hänsch)

 

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