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Malteser Krankenhaus St. Carolus in Görlitz

Wenn die Galle Ärger macht

Beim SZ-Gesundheitsforum spricht der Chirurg Benjamin Grummich über Erkrankungen der Gallenblase und -wege.

14.02.2020
Benjamin Grummich, Funktionsoberarzt in der Klinik für Allgemein-, Viszeral-, Thorax und Gefäßchirurgie am Malteser Krankenhaus St. Carolus  (Foto: Malteser/Stephanie Hänsch)
Benjamin Grummich, Funktionsoberarzt in der Klinik für Allgemein-, Viszeral-, Thorax und Gefäßchirurgie am Malteser Krankenhaus St. Carolus (Foto: Malteser/Stephanie Hänsch)

SZ-Gesundheitsforum. Kennen Sie das Gefühl, wenn Ihnen der Bauch wehtut und Sie wissen nicht, warum? Dann kann es sein, dass Ihre Galle nicht mehr richtig funktioniert. Welche Konsequenzen das hat und wie man gegen Erkrankungen der Gallenblase und der Gallenwege medizinisch vorgehen kann, darum geht es im SZ-Gesundheitsforum am 25. Februar im Krankenhaus St. Carolus in Görlitz.

Benjamin Grummich arbeitet seit April 2019 als Facharzt für Allgemeinchirurgie in der chirurgischen Klinik des St. Carolus und behandelt Krankheiten der Gallenblase und der Gallenwege. Beim SZ-Gesundheitsforum wird er zunächst auf mögliche Symptome, die auf solche Erkrankungen hinweisen, eingehen. Die häufigste Erkrankung dieses Organs ist die Ablagerung von Gallensteinen in der Gallenblase. Erste Symptome für Gallensteine können Unverträglichkeiten gegenüber fettreichen Speisen sein, die ein Völle- oder Druckgefühl im Oberbauch hervorrufen. Wenn es dann aber zu krampfartigen Beschwerden im rechten Oberbauch kommt, dann spricht der Mediziner von Koliken.

Diese Beschwerden strahlen oft auch in Schulter und Rücken aus und können zwischen wenigen Minuten und mehreren Stunden andauern. Eine Untersuchung beim Arzt kann Klarheit bringen. Darüber wird der Facharzt nicht nur sprechen, sondern auch mit den Gästen des Forums ins Gespräch kommen. Fragen zum Thema beantwortet Benjamin Grummich nach dem Vortrag gern. Immerhin haben 15 bis 20 Prozent der erwachsenen Bevölkerung Gallensteine. Allerdings bemerken 60 bis 70 Prozent der Betroffenen dies nicht, weil sie keine Beschwerden haben. Warum das so ist, wird Benjamin Grummich den Interessenten erklären. Und dabei auch begründen, warum das Risiko, dass sich die Beschwerden bemerkbar machen, ab dem 40. Lebensjahr steigt und warum Frauen davon häufiger betroffen sind.

Die Galle an sich ist eine zähe Körperflüssigkeit, die in der Leber produziert wird, bevor sie in der Gallenblase gespeichert wird. Gallensteine entstehen, wenn sich die Zusammensetzung der Gallenflüssigkeit verändert oder wenn es eine Funktionsstörung gibt. Von den Gallensteinen können auch die Gallengänge betroffen sein. Die Galle ist als Organ unter anderem für die Fettverdauung zuständig sowie als Ausscheidungsmedium für Substanzen, die schwer wasserlöslich sind. Es gibt verschiedene Risikofaktoren, die das Auftreten von Gallensteinen befördern können. Zum einen sind es genetische Veranlagungen. Aber auch Verhütungspille und Schwangerschaft genauso wie Östrogentabletten in den Wechseljahren befördern das Entstehen von Gallensteinen. Zu den Risiken zählen außerdem Diabetes mellitus und Übergewicht.

Die Behandlung von Gallensteinen richtet sich nach den Beschwerden des Patienten. Bei Nachweis von symptomatischen Gallensteinen ist die Operation die beste Therapie. Dabei wird die Gallenblase entfernt. Wie das erfolgt und ob das Leben ohne Gallenblase genauso weitergeht, das wird der Arzt des Malteser Krankenhauses St. Carolus den Teilnehmern am SZ-Gesundheitsforum erläutern.

Das SZ-Gesundheitsforum zu Erkrankungen der Gallenblase/-wege findet am 25. Februar um 18.30 Uhr im Malteser Krankenhaus St. Carolus, Carolusstraße 212 in Görlitz, statt. Nach dem Vortrag werden Fragen beantwortet. Eintritt und Parken sind frei.

Text: Kerstin Fiedler