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Malteser Krankenhaus St. Carolus in Görlitz

COVID-19: St. Carolus stellt sich in den Dienst der Gemeinschaft

21.03.2020

Gemeinsam mit allen Krankenhäusern im Landkreis Görlitz stellt sich das St. Carolus Krankenhaus in den Dienst der Gemeinschaft, um die Verbreitung des Corona-Virus zu verlangsamen, Infektionsketten zu durchbrechen und Erkrankte erfolgreich zu behandeln. Dabei beruft sich das katholische Görlitzer Krankenhaus auch auf die Glaubensgrundsätze des Trägers. Die Leitung des St. Carolus befindet sich seit Anfang März in enger Abstimmung mit dem Pandemiestab des Landkreises Görlitz und folgt dabei dem jeweils aktuellen Lagebild des Robert-Koch-Instituts, der in Deutschland zuständigen Behörde für Infektionserkrankungen.

 „In den Wochen, die vor uns liegen, werden uns Kooperationen und Gemeinschaft mehr als ein Leuchtturmdenken dabei helfen, als Krankenhäuser während der gesamten Dauer der Pandemie als verlässliche Partner für die Menschen in der Stadt Görlitz und im Landkreis da zu sein“, erklärt Hans-Ulrich Schmidt, Generalbevollmächtigter des St. Carolus Krankenhauses.

Das St. Carolus Krankenhaus folgt ab sofort den weiteren von der Sächsischen Staatsregierung beschlossenen Maßnahmen vom 20. März 2020. „Mit sofortiger Wirkung tritt im St. Carolus der Alarm- und Einsatzplan in Kraft“, so Schmidt. „Wir sind ab Montag dienstbereit für den Notfall“. Eine separate Isolierstation mit 10 Betten wurde geschaffen, weiterhin stehen 4 invasive und 2 nicht-invasive Beatmungsplätze zur Verfügung. Die Patienten der Isolierstation sowie Erkrankte, für die eine intensivmedizinische Versorgung notwendig ist, werden im St. Carolus von erfahrenen Ärzten betreut. Da die Corona-Infektion in erster Linie die Lunge befällt, wurde der Pneumologe und Notfallmediziner Chefarzt Dr. med. Jörg Lubrich mit der Leitung der Isolierstation betraut. Gemeinsam mit dem Chefarzt der Anästhesie, Intensivmediziner Dr. med. Uwe Treue sowie dem Pflege- und Ärzteteam sollen stationäre Corona-Patienten in enger Abstimmung bestmöglich betreut werden.

Für die Standortleitung und den Pandemiestab des St. Carolus ist in diesen Tagen die Kommunikation mit den Mitarbeitern ebenso wichtig, wie die Information der Bevölkerung. Der Pandemiestab analysiert täglich die Versorgungssituation in Bezug auf die Notfallversorgung und COVID-19. Die Ergebnisse werden an die Mitarbeiter per Newsletter kommuniziert. „Unser Personal ist sehr motiviert und engagiert und unsere Patienten zeigen ein großes Verständnis für die Einschränkungen, die wir in Bezug auf Besuche und Abläufe ausgerufen haben“, erklärt Standortleiterin Daniela Kleeberg.

Auch für den Fall einer Ausgangssperre wurden bereits Bescheinigungen für die Mitarbeiter hinterlegt, um ihnen den Zugang zum Krankenhaus zu ermöglichen. Einige Mitarbeiter nutzen bereits Homeoffices.

In Vorbereitung ist die Bereitstellung einer Abstrichstelle für Corona-Verdachtsfälle, die am St. Carolus gemeinsam mit der KV-Bereitschaftspraxis der Stadt zur Verfügung gestellt werden soll, wenn die mobilen Abstrich-Dienste der Kassenärztlichen Vereinigung nicht mehr ausreichend sind.