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Malteser Krankenhaus St. Carolus in Görlitz

Herzlich willkommen, Sr. M. Gemma!

Die gelernte Krankenschwester bringt Weltoffenheit und internationale Erfahrung ins St. Carolus Krankenhaus in Görlitz

04.11.2021
Sr. M. Gemma als Krankenschwester auf der Palliativstation des Malteser Krankenhaus St. Carolus (Foto: StH)
Sr. M. Gemma als Krankenschwester auf der Palliativstation des Malteser Krankenhaus St. Carolus (Foto: StH)

Seit Mitte Juli lebt Sr. M. Gemma im Krankenhaus St. Carolus in der Gemeinschaft der Barmherzigen Schwestern vom Hl. Karl Borromäus. Die examinierte Krankenschwester arbeitet auf der Palliativstation.

Vor der gebürtigen Rumänin liegt ein neuer Lebensort in einer neuen Gemeinschaft und ein beruflicher Neuanfang. Hinter ihr ein bewegtes Leben, was sie vom Moldaugebiet nach Deutschland ins Mutterhaus der Borromäerinnen Kloster Grafschaft, nach Jerusalem, in den Senegal und nach Görlitz geführt hat.

Sr. M. Gemma ist mit 25 Jahren ins Kloster der barmherzigen Schwestern vom Hl. Karl Borromäus in Grafschaft-Schmallenberg eingetreten. Die deutsche Sprache hat sie zuerst im Kloster gelernt, wo mit dem Eintritt die Ausbildung für das Ordensleben begann: die Kandidatur, Postulatur und das Noviziat. Nach kaum drei Jahre konnte sie ihre erste Profess ablegen und eine Ausbildung in der Krankenpflegeschule in Grafschaft-Schmallenberg beginnen. Krankenschwester zu werden, den Kranken zu helfen und ihnen beizustehen, war immer ihr „Traum Beruf“.

Das erste Ausbildungsjahr absolvierte sie in der ordenseigenen Lungenfachklinik Kloster Grafschaft, dann folgten 18 Monate in der Orthopädie, Chirurgie, Gynäkologie, Urologie, Operationsaal im Krankenhaus Wipperfürth und in Lindlar bei Köln in eigenen Ordensniederlassungen. Ein Jahr arbeitete Sr. M. Gemma als Krankenschwester auf der Pneumologie und Inneren in Ordenseigenen Krankenhaus Kloster Grafschaft bevor ein zweijähriger Aufenthalt im Haus der Kongregation in Jerusalem folgte, wo sie die Schwestern unterstützte. Auf die Rückkehr nach Deutschland folgten 20 Jahre im Einsatz als Krankenschwester im Krankenhaus des Kloster Grafschaft, in denen Sr. M. Gemma im Schlaflabor, bei der Heimbeatmung, auf der Intensivstation mit Schwerpunkt Weaning und zum Schluss auf der Pneumologie und Palliativstation arbeitete.

„Zuerst ist man im Kloster Ordensschwester. Man führt ein geistliches, tief verbundenes Leben mit Gott und das Gemeinschaftsleben ist auch sehr wichtig dabei“, erklärt Sr. M. Gemma rückblickend die große Herausforderung in dieser Zeit. „Für dies alles, in Vollzeit im Krankenhaus zu arbeiten und gleichzeitig das Ordens- und Gemeinschaftsleben in Einklang miteinander zu bringen, braucht man eine gute Zeiteinteilung und eine gute Eigendisziplin.“ Dabei war eines für sie aber immer sicher: „Mit Gott überspringe ich Mauern!“

Einen Wunsch trug sie schon lange in sich: Eine Missionserfahrung in den ärmeren Ländern zu machen – in Afrika! Nach 20 Jahren ging ihr Wunsch in Erfüllung. Sie konnte für zwei Jahre in den Senegal reisen, nach Velingara. Die Schwestern aus der Föderation der Borromäerinnen, mit Mutterhaus in Nancy in Frankreich, haben seit fast 70 Jahren Niederlassungen in Senegal. Der Gemeinschaft in Velingara fehlte eine Krankenschwester und so konnte sie dort gut unterstützen. Die Schwestern hatten ein kleines Rehabilitationszentrum für die unterernährte Kinder aufgebaut – das CREN (Centre de Récupération et d’Education Nutritionnelle). Hier konnte sie 1,5 Jahre aushelfen und vielen unterernährten, kranken Kindern mit ihren Eltern helfen. Die Stadt Velingara in der Region Kolda hat die höchste Rate der Unterernährung im Senegal.

Als 2021 der Ruf aus dem Mutterhaus kam, dass sie in Görlitz gebraucht wird, reiste Sr. M. Gemma aus dem Senegal zurück nach Europa, besuchte ihren Heimatort Bacău in Rumänien wo, ihre Mutter und Geschwister leben, und später weiter nach Görlitz. Seit 16. Juli lebt sie in der Gemeinschaft der Schwestern des Hl. Karl Borromäus im St. Carolus Krankenhaus, wo sie die Schwestern unterstützt und auch im Krankenhaus aktiv mitarbeitet. Sr. Gemma trifft man in diesen Tagen nicht nur auf den Krankenhausfluren, sondern auch Fahrradfahrend im Caroluspark und Umgebung.

„Wir schätzen uns sehr glücklich, dass Sr. M. Gemma nun im St. Carolus lebt und arbeitet“, sagt Krankenhausleiterin Daniela Kleeberg.

Praxis und Erfahrung

Sr. M. Gemma hat ihre Ausbildung an der Krankenpflegeschule in Schmallenberg am Mutterhaus Kloster Grafschaft absolviert, sich als examinierte Krankenschwester in mehreren Fachdisziplinen weiterqualifiziert und in diesen Bereichen praktische Aufgaben übernommen: Praxisanleiterin, Hygienekraft auf der Station, hat einen Wundmanager Kurs absolviert, die Basisweiterbildung Palliativmedizin und einen Grund- und Aufbaukurs Theologie in Würzburg. Im St. Carolus Krankenhaus unterstützt sie seit 1. Oktober mit 20 Stunden in der Woche die Palliativstation.