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Malteser Krankenhaus St. Carolus in Görlitz

In-Situ Venenbypass - die neue Operationsmethode bei Durchblutungsstörungen

 

Am Görlitzer Malteser Krankenhaus St. Carolus wird der „in situ“ Venenbypass als neue Operationsmethode erfolgreich bei Durchblutungsstörungen in den Beinen angewandt.

Ab dem 65. Lebensjahr hat jeder fünfte Mensch in Deutschland eine manifeste Durchblutungsstörung in den Beinen, die sogenannte periphere arterielle Verschlusskrankheit (pAVK).

Diese Krankheit bedeutet nicht nur die Gefährdung der betroffenen Extremität, sondern die betroffenen Patienten weisen auch ein hohes allgemeines Risiko auf. Bei langstreckigen arteriellen Veränderungen mit kritischer Minderdurchblutung (Ischämie) ist der Unterschenkelbypass die Therapie der Wahl. Dafür kann die Vene vom Unterschenkel bis zur Leiste herauspräpariert, gedreht und als Ersatz für die Arterie implantiert werden.

Beim „in situ“ Venenbypass wird die Vene in ihrem Bett belassen. Die Venenklappen werden mit einem so genannten Valvulotom zerstört und die Seitenäste des Blutgefäßes unterbunden. Der Vorteil dabei ist, dass die Verjüngung der Vene der natürlichen Form der stillgelegten Arterie entspricht und sie so besser angeschlossen werden kann. Zum Zerschneiden der Venenklappen benutzen die Gefäßchirurgen des Malteser Krankenhauses St. Carolus ein Valvulotom einer amerikanischen Firma, die sich auf die Herstellung von Gefäßmedizintechnik spezialisiert hat. Die kleinen Messer dieses Geräts passen sich aufgrund ihrer raffinierten Konstruktion dem Durchmesser der Vene an, sodass eine Verletzung der inneren Schicht des Gefäßes, des Endothels, verhindert wird.

Mehr über die Gefäßchirurgie am St. Carolus

Ihr Ansprechpartner

Dr. med. Ulrich Matthias Karutz
Dr. med. Ulrich Matthias Karutz Chefarzt Facharzt für Chirurgie, Gefäß- und Viszeralchirurgie
Zusatzbezeichnung: Proktologe
Sekretariat
Juanita Herold
Telefon: 03581 72-1102
Fax: 03581 72-1103