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Malteser Krankenhaus St. Carolus in Görlitz

Darmkrebs

Darmkrebs zeitig entdecken und richtig behandeln

Wie Gastroenterologen und Chirurgen im St. Carolus Krankenhaus in Görlitz gemeinsam den Darmkrebs diagnostizieren und behandeln

Die demografische Entwicklung in Deutschland ist dafür verantwortlich, dass wir in den nächsten Jahren mit einem Anstieg der Krebsneuerkrankungen um rund 23 Prozent rechnen müssen. Dabei betrifft etwa jede achte Krebserkrankung in Deutschland den Dickdarm (Kolon) bzw. den Mastdarm (Rektum). Weniger häufig sind Karzinome im Dünndarm. Mehr als die Hälfte der Patienten erkranken jenseits des 70. Lebensjahres.

Ursachen von Darmkrebs
Die Ursachen sind nicht vollständig geklärt. Risikofaktoren für die Entstehung eines kolorektalen Karzinoms beinhalten: Alter, männliches Geschlecht, Verzehr von rotem Fleisch (Schwein, Rind, Lamm), Übergewicht, Rauchen und vermehrte Alkoholkonsum. Ein weiteres wichtiges Risiko bilden erbliche Faktoren. In über 90 Prozent der Fälle entsteht der Darmkrebs aus gutartigen Polypen, einer gestielten Ausstülpung der Schleimhaut im Darm. Bis zu einer bösartigen Entartung dauert es bis zu 10 Jahre. „Umso wichtiger ist es, durch Vorsorge die Vorstufen zu entdecken“, erklärt Chefarzt Stojanoski, der ein Spezialist für Gastroenterologie am St. Carolus Krankenhaus ist.

Darmpolypen – warum sie erst spät Probleme verursachen
Eine wichtige Rolle spielen sogenannte Darmpolypen. Sie verursachen in der Regel keine Beschwerden und werden oft rein zufällig im Rahmen einer Darmspiegelung (Koloskopie) entdeckt. Die meisten können problemlos bereits während der Koloskopie entfernt werden (s. g. Polypektomie). „In der endoskopischen Einheit im St. Carolus sind wir spezialisiert auf die Abtragung komplizierter und bösartiger Polypen“, sagt Chefarzt Marjan Stojanoski. „Sind Polypen besonders groß, liegen an schwer zugänglichen Stellen, wie dem Blinddarm, oder sind bereits zu Krebszellen mutiert, ist es ratsam, dass Patienten für eine weitere Diagnostik und Behandlung stationär aufgenommen werden. Ins St. Carolus Krankenhaus kommen Patienten per Einweisung vom Facharzt zur Einweiser Sprechstunde. “Für die anspruchsvolleren Polypen-Abtragungen, die nicht mit der normalen Schlingentechnik behandelt werden können, stehen moderne, technisch aufwendigere Verfahren zur Verfügung“, erklärt der Gastroenterologe. Das Koloskop wird dafür umgerüstet mit einem speziellen Aufsatz mit Schlinge und Clip. Bei der sogenannten Vollwandresektion (FTRD) wird die innere Wunde vor der Abtragung des Polypen verschlossen, damit es nicht zu einem Darmdurchbruch kommt. Durch die enge Zusammenarbeit der Klinik für Innere Medizin und der Klinik für Chirurgie im St. Carolus mit den niedergelassenen Gastroenterologen ist eine entsprechende Diagnostik und nachfolgende Behandlung in perfektem Maß gegeben.

Tumorboard – maßgeschneiderte Therapien für unsere Patienten
Wenn ein Krebsverdacht besteht, wird eine Gewebeprobe bereits während der Darmuntersuchung genommen. Bestätigt die Pathologie einen Tumorverdacht erfolgt ein entsprechendes Staging – eine Einschätzung des Ausmaßes der Tumorerkrankung. Im St. Carolus Krankenhaus werden alle Krebspatienten innerhalb des interdisziplinären/intersektoralen Tumorboards vorgestellt. Es ist die Grundlage für die Ärzte, um stadiengerecht und auf die individuelle Krankheitssituation des einzelnen Patienten abgestimmt einen Behandlungsplan erstellen zu können.

Terminvereinbarung
Ihre Ansprechpartnerin für Fragen und zur Terminvereinbarung für weiterführende Untersuchungen im St. Carolus Krankenhaus Görlitz ist Simone Menzel, Leitende Schwester Endoskopie/Funktionsabteilung, Telefon: 03581-72-1057.

 Marjan Stojanoski
Marjan StojanoskiChefarzt Facharzt für Innere Medizin, Gastroenterologie
Sekretariat
Andrea Göpp
Telefon: (03581) 72-1002
Fax: (03581) 72-1003